SEIDENSTRASSE ZENTRALASIEN

Entlang historischer Handelswege durch Turkmenistan, Usbekistan, Kirgistan und Kasachstan.

12. – 30. September 2020 

Fachbegleitung Alexandra Bopp

Ausgebucht

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1Usbekistan Registan Platz Samarkand

NZZ-REISEN EXKLUSIV

  • Ein Reiseunikat durch vier Länder, ausgearbeitet von Orientalistin Alexandra Bopp
  • Besuche geschichtsträchtiger Handelsposten der zentralasiatischen Seidenstrasse, islamischer Monumente und ländlicher Regionen
  • Kennenlernen des heutigen Stadtlebens, moderner Projekte sowie des Nomadendaseins in abgelebenen Gebieten

Mitten ins Herz der grossartigen Geschichte Zentralasiens. Abgelegen, versteckt vor den Augen des westlichen Bewusstseins, rauh, verwittert – aber auch bezaubernd wie ein orientalisches Märchen und voller Spuren einiger der bedeutendsten Weltreiche der Menschheitsgeschichte. Alexandra Bopp, Ihre Fachreferentin mit Hintergrund in Orientalistik und weitläufiger Erfahrung im kulturellen Austausch mit Ihren zu bereisenden Regionen, begleitet Sie auf diesem Abenteuer durch die vier ehemaligen postsowjetischen Staaten, deren Eigenverständnis genauso durch Dschingis Khan, Alexander den Grossen und das Persische Reich geprägt sind.


IHRE BEGLEITUNG; ALEXANDRA BOPP
UNTERNEHMERIN & ORIENTALISTIN

Universitätsabschlüsse in Orientalistik, Iranistik, Turkologie, Zentralasienkunde, Islamkunde und Vergleichende Religionswissenschaften zieren das Portfolio der engagierten Kulturvermittlerin. Ihre Studien absolvierte sie in der Schweiz, Deutschland und in Teheran.
Als Übersetzerin und Dolmetscherin beherrscht sie sieben orientalische Sprachen sowie Dialekte, u.a. Farsi, Dari und Tadschikisch. Sie ist Geschäftsleiterin einer Handelsfirma. Nebst 20 Jahren Import-/Export-Erfahrung bietet sie Marktanalysen, Seminare und Weiterbildungskurse für Behörden und Schulleitungen und organisiert Austauschprogramme für Schweizer Lehrer und Schüler in Ländern der Seidenstrasse. Dazu ist sie erfahrene Leiterin von Geschäfts- und Kulturreisen in den Nahen, Mittleren und Fernen Osten.


Tag 1/2: Zürich – Istanbul – Aschgabad

Mit Turkish Airlines fliegen Sie am Nachmittag via Istanbul in die Hauptstadt Turkmenistans. Eine wunderliche Erfahrung in einem der abgeschottetsten Länder dieser Welt. Nach einer etwas kürzeren Nacht besuchen Sie den Unabhängigkeitspark, die Paläste des Glücks und weitere Denkmalexemplare der weissen Stadt. Ihre Fachreferentin Alexandra Bopp gibt Ihnen dabei Anhaltspunkte, die den Gegensatz zwischen futuristischem Stadtbild und traditioneller Lebensweise erklären, gepaart mit einer Einführung in die reiche Geschichte des Vorderen Orients. Auch im Nationalmuseum begegnen Sie dem Präsidenten Gurbanguly Berdimuhamedow und mit der Nissa-Festung besichtigen Sie eine UNESCO-Stätte.


Tag 3: Aschgabad – Kunya Urgench – Chiwa

Am Morgen bringt Sie ein Inlandflug nach Dashoguz in den Norden des Landes nah der usbekischen Grenze, von wo Sie 100 km weit an den Rand der Wüste Karakum nach Konye Urgench fahren. Hier stossen Sie auf eine der historisch beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten des gesamten, einst länderübergreifenden Reiches Choresmien: Das alte Urgench gehört seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe und erzählt mit seinen Bauten vom persischen Ursprung, dem blutigen Mongolensturm, der damit einhergehenden Türkisierung und dem Erblühen islamischer Kultur. An diesem wichtigen Knotenpunkt der Seidenstrasse erblicken Sie imposant den Zeiten trotzende Minarette sowie Herrschern und Gemahlinnen gewidmete Mausoleen. In Shavat überqueren Sie die Grenze zu Usbekistan und fahren ins historische Chiwa.


Tag 4: Chiwa

Im UNESCO-klassierten Chiwa, intakteste und abgelegenste der zentralasiatischen Seidenstrasse-Städte, finden Sie sich in einem orientalischen Freilichtmuseum wieder. Das Zentrum des historischen Choresmien gelangte zu grossem Ruhm und Reichtum. Inmitten von grossartigen Medressen, Minaretten, der alten Festungsresidenz der Chiwa-Herrscher mit Harem, Ställen und Gefängnis, Basar und Mausoleen belichten Sie ein weitläufiges Stück Geschichte der Region – von den grossen Wissenschaftlern des islamischen Mittelalters bis zum Sklavenhandel als primäre Einnahmequelle der Stadt.


Tag 5/6: Chiwa – Buchara

Eine Tagesfahrt führt Sie auf usbekischem Gebiet durch die Kies- und Sandwüste Kyzyl Kum. Entlang der 480 km treffen Sie auf die Dörfer der Oase Khorezm, Sanddünen, machen Rast in einem Teehaus und blicken auf das heute karge Flussbett des grossen Amudarja. Verkürzt wird die Reisezeit auch durch Alexandra Bopps Ausführungen zur Epoche, als das Gebiet noch unter dem kulturellen Einfluss des mächtigen persischen Reiches stand und Farsi als Welt- und Handelssprache bis nach China etabliert war. In Buchara, Stadt der Gelehrten, spüren Sie die Geschichte – erbaut ist das Juwel auf einem Hügel, wo einst dem alten persischen zoroastrischen Glauben entsprechend im Frühling Opfer dargebracht wurden. Ihre Gründung wird ins 13. Jh. v. Chr. datiert, lange bevor Alexander der Grosse hier die Macht erlangte. Ihre Stellung als Zentrum der Islamlehre und Entstehungsort der mystischen Sufi-Strömung erkennen Sie an den ehrwürdigen Bauten. Nebst Moscheen und Festung besuchen Sie auch Basare, flanieren über Plätze und lassen die grossartige Stimmung auf sich wirken.


Tag 7: Buchara – Shakhrisabz – Samarkand

Während Ihnen Alexandra Bopp Informationen über die heutige wirtschaftliche und politische Realität Usbekistans weitergibt, fahren Sie in die kleine, traditionelle Stadt Shakhrisabz. In der Heimat des legendären Eroberers und tyrannischen Militärführers Timur, Begründer der Dynastie der Timuriden, steht alles in dessen Zeichen. Ausser dem Weissen Palast, seiner Sommerresidenz, der Krypta Timurs und dem Grabkomplex seiner Vorfahren besuchen Sie auch die Freitagsmoschee und das Haus der Meditation. Über Chirakchi gelangen Sie danach nach Samarkand.


Tag 8/9: Samarkand – Taschkent

Sie widmen den Tag dieser Perle der Seidenstrasse und ihrer bewegten Geschichte. Hier treffen Sie auf Spuren derselben Entstehungs- und Eroberungsabfolge wie in Buchara – Alexandra Bopp beleuchtet dabei den Einfall der Turkstämme aus der Westmongolei, die einhergehende Völkerwanderung und die Auswirkungen dieser Türkisierung des iranischen Raums auf die muslimische Welt insgesamt. Auch die Geschichte Timurs verfolgen Sie weiter im beeindruckenden Gur Emir-Mausoleum, ihm und seiner Dynastie gewidmet. Der weltberühmte Reghistan-Platz mit seinen drei majestätischen Medresen, die einst grösste Mosche der Welt, der Siab-Markt, das Ulubek-Observatorium und die Nekropole der einstigen Adelsherrschaft gehören auch zu den Höhepunkten. Ein interessantes Geschichtskapitel lernen Sie im Handwerkzentrum Meros kennen: Kriegsgefangene chinesische Soldaten verrieten im 8. Jh. das Geheimnis der Papiererzeugung – seit da galt die Region als Produzentin des dünnsten, haltbarsten und glattesten Papiers der Welt. In der Meros Papiermühle sprechen Sie mit den Betreibern über den heutigen Stellenwert ihres herausragenden Produktes und dessen Verbindung zu Japan. Mit dem Abendzug reisen Sie sodann weiter nach Taschkent.


Tag 10/11: Taschkent – Osch

Eine weitere Zugfahrt führt Sie durch die östlichste Landesprovinz, Andischan – reich an Ressourcen wie Erdöl, Erdgas, Bergwachs und Kalkstein, werden hier auch Melonen, Baumwolle und Weintrauben angebaut. Bei Ankunft in Dostlik befinden Sie sich an der Grenze zu Kirgistan. Nach der Überfahrt begeben Sie sich nach Osch, einer der ältesten Städte Zentralasiens und zweitgrösste kirgisische Stadt. Unterwegs in diesem besonderen Landstreifen, dem Ferghana-Tal, erläutert Ihnen Ihre Fachreferentin dessen schwierige Geschichte – ansehnlich verschaulicht in der komplizierten Grenzziehung zu den Nachbarn Usbekistan und Tadschikistan, Resultat der einstigen sowjetischen Nationalitätenpolitik. Die Hauptattraktion in Osch ist der Berg "Suleiman Too" (Salomons Berg), das zweite Mekka für die lokalen Muslime. Besuche des Great Silk Road Museum und des Kurmanjan Datka Museums – eine dreistöckige Jurte mit Textilien und Gemälden – zeigen Ihnen weitere Aspekte der Region.


Tag 12: Osch – Arslanbob

Während der Fahrt nach Arslanbob erweitert sich Ihr Bild von Kirgistan und der Region. Ihre Fachreferentin beleuchtet das Thema Religion – den Ursprung des Islam auf der Arabischen Halbinsel, seine Verbreitung in Zentralasien, das heutige Glaubensverständnis sowie auch die vorislamischen Religionen. Arslanbob, im gebirgigen Landeswesten gelegen, ist umgeben von alten Walnusswäldern, die grössten ihrer Art weltweit. Alexander der Grosse soll hier selbst Walnüsse gepflückt und mit nach Griechenland gebracht haben. Auf einem leichten Spaziergang tauchen Sie in die Stimmung der Wälder und ihre Legenden ein.


Tag 13/14/15: Arslanbob – Kok Bel – Suusamyr – Yssykköl

Am Morgen fahren Sie weiter nach Kok Bel. Hier treffen Sie auf einen der schönsten Bergspeicher: das riesige, künstliche Seewasserreservoir Toktogul, das in den 1970er Jahren gefüllt wurde und das Land mit Strom aus Wasserkraftwerken versorgt. Vor Ort haben Sie die Gelegenheit, mit einem Vertreter der Institution zu sprechen. Im Suusamyr-Tal – ein berühmtes, äusserst fotogenes Weidefeld auf ca. 2'200 m.ü.M. und eine der kältesten Landesregionen – erleben Sie die Arbeit der Hirten, deren Jurten Sie besuchen dürfen. Hier erfahren Sie mehr über die Herausforderungen des Nomadendaseins, der Interaktion mit sesshaften Menschen und die wiederholten Unterdrückungsversuche ihres Lebensstils. Entlang des Flusses Koko-Meren mit wunderschönen Aussichten auf die Berglandschaft fahren Sie zum Yssykköl, dem grössten See Kirgistans und nach dem Titicaca der zweitgrösste Gebirgssee der Welt. An dessen Südufer in Bokonbaevo geniessen Sie einen Spaziergang und etwas Freizeit, bevor Sie die Nacht im Jurtenlager verbringen.


Tag 16: Yssykköl – Karakol

Auf der Fahrt weiter gegen Osten machen Sie Halt am Fairy Tale Canyon – weit verzweigte, falbenprächtige Sandsteinformationen in allen Orange-Tönen – und in der Barskoon-Schlucht, einst eine prominente Station der Seidenstrasse dank ihrer Lage an der Südspitze des Yssykköl-Sees, von wo Routen nach China und Indien führten. Angekommen in Karakol befinden Sie sich nunmehr nah an den Landesgrenzen zu Kasachstan und China. Der Ort blickt auf eine lange Geschichte als Handelsplatz zurück dank seiner Lage als einer der Pässe der Seidenstrasse über das Tianshan-Gebirge. Sie besuchen die Dungan-Moschee, von der kleinen chinesisch-muslimischen Gemeinde erbaut, sowie eine russisch-orthodoxe Holzkirche.


Tag 17: Karakol – Scharyn – Altyn Emel

Durch das wundervolle Tal des Karkara-Flusses gelangen Sie zum kirgisisch-kasachischen Grenzkontrollpunkt. Nach dem Grenzübertritt und während Alexandra Bopps Einführung rund um das letzte Land Ihrer Reise, fahren Sie weiter zum Scharyn-Nationalpark. Benannt nach dem gleichnamigen Fluss, der hier durch fliesst, rühmt sich der so entstandene Canyon grosser Ähnlichkeiten mit dem weltberühmten Grand Canyon. Die atemberaubende Schlucht erreicht an manchen Stellen eine Tiefe von bis zu 300 m und windet sich durch die nördliche Bergkette des Tianshan. Sie verbringen hier Zeit auf einem Spaziergang und einem Picknick. Etwas weiter nördlich begeben Sie sich in den Altyn-Emel-Nationalpark, der 4'596 Quadratkilometer vorwiegend trockenes und bergiges Land schützt und ca. 70 Säugetierarten beherbergt. Die Nacht verbringen Sie in einem Gasthaus im Dorf Basshi, wo Sie in den Alltag der dort lebenden Kirgisen, Usbeken und Uiguren eintauchen.


Tag 18/19: Altyn Emel – Almaty – Istanbul – Zürich

Zurück im Nationalpark, dessen Name "Goldener Sattel" bedeutet und Dschingis Khans überlieferten Eindruck der prächtigen Landschaft sein soll, fahren Sie zu der "Singenden Düne": Beim Aufeinandertreffen mehrer Winde aus unterschiedlichen Himmelsrichtungen ertönt hier ein tiefes Brummen aus ihrem Innern. Danach entdecken Sie den letzten Ort Ihrer faszinierenden Reise: Angekommen in der alten Hauptstadt Kasachstans – immer noch kulturelles, wirtschaftliches und wissenschaftliches Zentrum des Landes – lernen Sie Almaty auf einer Stadtrundfahrt kennen. Einen Panoramablick auf sie geniessen Sie vom naheliegenden Kok-Tube, dem Hausberg der Stadt am Rand des Dungei-Alatau-Gebirges. Bei einem Abschiedsabendessen verabschieden Sie sich von Alexandra Bopp und Zentralasien. Heimreise am letzten Tag mit Turkish Airlines via Istanbul nach Zürich.


Preise und Bedingungen

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