Länderbeschreibungen

Länderbeschreibungen

Arabische Welt:

Sultanat Oman

Der Süden der Arabischen Halbinsel wurde zur Zeit der Römer ‚Arabia felix‘ genannt. Denn von hier kam der unbezahlbare Weihrauch über die legendäre Weihrauchstrasse. Heute scheint das Glück der Golfstaaten nicht mehr aus Weihrauch sondern aus Öl zu bestehen. Das ‚schwarze Gold‘ katapultierte die Vereinigten Emirate aber auch Oman innerhalb einer Generation vom Mittelalter in die Moderne. Einst faszinierte Arabien als geheimnisvolles Morgenland, heute hingegen bestechen die Arabischen Länder durch Ölreichtum, Technik und Superlative. Teuerste Luxuskarossen haben die genügsamen Kamele abgelöst und insbesondere die Vereinigten Emirate und teilweise auch das Königreich Saudiarabien in eine riesige Baustelle verwandelt. Auch in Oman spielt Öl eine wichtige Rolle aber Oman hat seine Tradition und Kultur dank seines umsichtigen Sultans Qaboos weitgehend bewahren können. Einzig die Hauptstadt Maskat gleicht den glitzernden Golfmetropolen. Dennoch findet man auch hier eine orientalisch pulsierende Ader, den Souk von Muttrah – eine Erinnerung daran, dass hier ein wichtiger Handelsposten der alten Seidenstrasse lag. Lässt man die Millionenmetropole hinter sich, taucht man staunend in stille Bergwelten, Sandwüsten, wildromantische Schluchten (Wadis) und Palmenstrände ein.

Das Zentrum Omans um Nizwa - ehemalige Hauptstadt und geistig-philosophischer Mittelpunkt seit der Islamisierung - bietet viele kulturelle Höhepunkte (Burgen, Festungen, Souks, quirlige Viehmärkte, Museen, Ruinenstätten und Gräber). Die grandiosen Bergwelten und einsame Bergdörfer lassen sich am besten mit dem Jeep oder zu Fuss erkunden. Die zerfurchte Halbinsel Musandam und der Süden des Landes bieten bezaubernde Strände und luxuriöse Hotels für Entspannungsferien.

Oman war wirtschaftlich und kulturell stark mit der Geschichte der Iranischen Welt und der Seidenstrasse verwoben. So ist heute Oman noch ein Bindeglied zwischen der Arabischen und der Iranisch-Zentralasiatischen Welt.

Eine Reise in den Oman ist ein spannendes Erlebnis insbesondere kombiniert mit dem Iran. Auch wenn man den Oman alleine in einem Mietauto erkunden kann, so erschliessen einem durch eine fachkundige Organisation und Begleitung weitere verborgene Welten.

China

Die Chinesen selbst bezeichnen ihr Land ‚Land der Mitte‘. Die grosse geographische Ausdehnung macht China zu einem der vielfältigsten Länder der Welt.
Der nördlichste Punkt liegt auf der Höhe von Hamburg und gehört klimatisch zu Sibirien. Ganz im Süden liegt die Palmeninsel Hainan mit Tropenstränden auf der Höhe der Südsahara. Hier herrschen ganzjährlich Temperaturen von über 20 Grad. Von Ningbo im Osten bis zur Westgrenze bei Afghanistan sind es ca. 4500km. Mit dem Flugzeug braucht man dafür ca. 5 Std. Die längste Bahnfahrt von Kanton nach Lhasa beträgt 4980km und dauert 54 Std.

Weltbekannt ist das Land der Mitte in erster Linie wegen seiner über 5000 Jahre alten Kultur, die sich auf Schritt und Tritt in Form grossartiger Kulturschätze und beeindruckender Baudenkmäler präsentiert : z.B. die Grosse Mauer (das grösste Bauwerk der Menschheit), der Pekinger Kaiserpalast oder die Tonsoldaten von Qing Shi Huangdi, dem ersten chinesischen Kaiser. In den berühmten Grottentempeln Dunhuang, Dazu und Longmen können wir heute noch Buddhistische Kunst von unschätzbarem Wert bestaunen. Die Architektur der Gärten von Chengde und Suzhou begeistern jeden Besucher. Die Karstkegel von Guilin und die schroffen Felsen von Huangshan, wo der Avatar- Film gedreht wurde, sind 2 von 12 von der UNSESCO als Weltnaturerbe anerkannte Stätten.

Seit den 70-er Jahren werden uralte Tempel und Klöster wieder renoviert, ausgebaut und belebt.
Zugleich entsteht in vielen Regionen des Landes eine moderne Volkswirtschaft – von Technik und Dienstleistungen geprägt. Die Folgen dieser wirtschaftlichen Revolution sind überall sichtbar: In China herrscht eine Fortschrittsgläubigkeit wie nirgends sonst auf der Welt. Ganze Stadtlandschaften wurden umgepflügt und in Stahl und Beton neu gestaltet. Ende des letzten Jahrhunderts wurde das Strassenbild von Radfahrern geprägt. Heute dominiert der Autoverkehr und zur Schau gestellter Luxus. Dies sieht man besonders an ambitionierten und spektakulären Bauprojekten, Hotels und Restaurants – ein Ende des Booms ist noch nicht abzusehen.

Die Schattenseiten davon sind: immer grösser werdende Einkommensunterschiede, oft inhumane Arbeitsbedingungen und weitverbreitete Korruption.
Aus ökonomischer Sicht ist Chinas Wirtschaftsboom eine Erfolgsgeschichte: In wenigen Jahren ist es zur zweitgrössten Wirtschaftsnation der Welt aufgestiegen. Schon heute ist China Exportweltmeister bei der Informationstechnologie, sein Energie- und Rohstoffhunger treibt die Weltmarktpreise, die schnellsten Eisenbahnen der Welt fahren auf dem weltgrössten Hochgeschwindigkeitsnetz, und als Automarkt hat China schon die USA überholt.

Es ist leicht auf den ersten Blick von China begeistert zu sein.
An der Ostküste, von Peking bis Shanghai, erstreckt sich die fruchtbare chinesische Tiefebene. Diese sehr dicht besiedelte Region ist das Jahrtausend alte Kernland der chinesischen Kultur. Hier lebte und lehrte Konfuzius, hier münden die beiden Riesenströme des Huang He (Gelber Fluss) und des Chang Jiang (Jangtse) ins Gelbe Meer. Mit 6300 km ist der Jangtse der längste Fluss Chinas, bzw. 3.längste der Welt. Er bewässert mit 700 Nebenflüssen ca. ¼ der gesamten chinesischen Anbaufläche. Er trennt China in zwei Teile: Nord – Süd. Diese Grenze ist nicht nur klimatisch sondern auch kulturell bedeutend. Im kalt-trockenen Norden spricht man von der ‚Nudelkultur‘, im subtropischen, ganzjährig warmen Süden hingegen von der ‚Reiskultur‘.

China umfasst 23 Provinzen (Anhui, Fujian, Gansu, Guangdong, Guizhou, Hainan, Hebei, Heilongjiang, Henan, Hubei, Hunan, Jiangsu, Jiangxi, Jilin, Liaoning, Qinghai, Shaanxi, Shandong, Shanxi, Sichuan, Taiwan, Yunnan, Zhejiang), die von der Fläche und der Bevölkerungszahl grossen europäischen Staaten entsprechen. Hinzu kommen die regierungsunmittelbaren Städte (Beijing, Shanghai, Tianjin und Chonqing), die Sonderverwaltungszonen Hong Kong und Macao und 5 autonomen Gebiete ( Tibet, Xingjiang, Ningxia, Guangxi, Innere Mongolei). Ca. 1.3 Mrd. Menschen leben heute in China.

Sowohl Architektur und Städtebau als auch die Landschaften sind sehr unterschiedlich und vielfältig. Romantische Berglandschaften, weite Urwälder und endlose Reisfelder bestimmen das Landschaftsbild.

China ist ein Land mit ausgeprägten regionalen Traditionen, Kulturen und Interessen, geprägt durch enorme Vielfalt - nicht durch Homogenität. Die verschiedenen Volksgruppen halten auch in Zeiten der Modernisierung an ihren uralten Traditionen und Bräuchen fest.
Das bunte Nebeneinander verschiedener Völker und Lebensweisen verzaubert Besucher aus aller Welt. Unser Ziel als Kulturvermittler und Kenner für China ist es, Ihnen mit unseren Rundreisen die Vielfalt Chinas und seiner Menschen näher zu bringen.

Chinas Kultur, Erfolg und Fortschritt in der Geschichte hing und hängt eng mit der Geschichte und dem Geschehen auf der Seidenstrasse zusammen.

Seit dem grossen chinesischen Kaiser Qing Shi Huangdi (259 – 210 v. Chr.) hat China immer wieder versucht Einfluss auf die Seidenstrasse zu gewinnen und von den natürlichen Ressourcen und Ideen anderer Kulturen zu profitieren.

Diese chinesischen Bestrebungen wurden im 19. Jahrhundert durch die Einmischung des erstarkten Westens und das daraus resultierende ‘Great Game’ beendet.

Dadurch wird West- und Ost- Zentralasien getrennt. Letzteres wird auch genannt (Ost-) Turkestan oder Chinesisch-Turkestan. D.h. der Ostteil der historischen Seidenstrasse verläuft durch das heutige Westchina. Der grösste Anteil davon hat die Provinz Xinjiang.

Xinjiang, offiziell Uigurisches Autonomes Gebiet Xinjiang genannt. Dies ist ein von Uiguren (einem Turkvolk) und anderen Nationalitäten besiedeltes Autonomes Gebiet von China. Die Hauptstadt ist Urumqi, eine relativ junge Stadt, verglichen mit geschichtsreichen Städten entlang der Seidenstraße wie Kaxgar (Shache), Yarkant, Hotan oder Turfan. In letzter Zeit hat dieses Gebiet mit den Themen Uiguren, Bildungszentren, Künstliche Intelligenz etc. vermehrt Schlagzeilen gemacht.

Auch in den modernen Schlagzeilen findet man die Neue Seidenstrasse bzw. die One Belt, one Road. Mit dieser chinesischen Initiative wird mit immensen Mitteln und Anstrengungen die Verknüpfung zwischen Ost und West wieder aufgefrischt. China will dadurch an die grosse Erfolgsgeschichte, die durch intensive Verbindungen, starke Beziehungen und viel Austausch vor dem Entstehen der Nationalstaaten bestand, anknüpfen. Die eisernen Grenzen zu den angrenzenden – meist muslimischen Staaten im Westen und Südwesten von China werden schrittweise wiederbelebt um den wirtschaftlichen Aufschwung Chinas weiter gewährleisten zu können. Zentralasien war damals wichtig und ist auch heute wieder unverzichtbar, insbesondere wegen der vielen Rohstoffe und der Stärkung der eigenen strategischen Position.

Der Buddhismus, die wichtigste Religion Chinas, gelangte vor 2000 Jahren über die Seidenstrasse ins Land und erlebte ihre Blütezeit im 7./8. Jh. Wie in Japan und Korea wird in China der Mahayana- Buddhismus (das Grosse Fahrzeug) gelehrt. Dieser gibt auch dem Laien die Möglichkeit dem Kreislauf der Wiedergeburten in einer als leidvoll empfundenen Welt zu entkommen. Dabei helfen ihm der Erlöserbuddha Amitabha und die Bodhisattvas, erleuchtete Wesen, die auf ihren eigenen Eintritt ins Nirvana verzichten, um die Menschen zu retten. Der beliebteste Bodhisattva in China ist die Guanyin, die als Göttin der Barmherzigkeit besonders von Frauen verehrt wird. Die wichtigste Institution des Buddhismus ist das Tempelkloster. Heute unterstehen alle Tempelklöster, wie übrigens auch die Institutionen aller andern Religionen dem Staat. Dadurch wird jegliche Religionsausübung durch den Staat kontrolliert.

Seidenstrasse

Während Jahrtausenden verbanden die antiken Routen der Seidenstrasse China mit den Mittelmeer-Kulturen resp. dem Nahen Osten und ermöglichten die Verbreitung von Ideen, Religionen, Wissen und Erfindungen sowie den Austausch von Produkten zwischen Völkern und Kulturen.
Zentralasien und das Gebiet der Seidenstrasse waren nicht wie aus unserer heutigen Sicht Peripherie, sondern Zentrum des Weltgeschehens. Es entstanden glamouröse Königreiche aus dem Zusammenspiel von sesshaften und mobilen Zivilisationen.
Von Alexander dem Grossen bis zu Dschingis Khan umkämpften Eroberer diese Regionen.
Religionen wie der Zoroastrismus und der Manichäismus verbreiteten sich; buddhistische, christliche und muslimische Pilger begegneten sich und lernten voneinander. Es entstanden gloriose Bauwerke und Schrifterzeugnisse.
Griechische, persische, arabische, indische, türkische und chinesische Weisheiten, Kulturgüter, Erfindungen und auch Produkte oder Handelswaren wurden hin- und her-transferiert.
Etwas Vergleichbares hat es bis in die vormoderne Zeit nicht gegeben.
Der Aufschwung Europas mit der Aufklärung, Kolonisation und der Industrialisierung ist massgeblich mit dem Kontakt und dem Erstreiten des Zugangs zur Seidenstrasse verknüpft.
Paradoxerweise sind diese zusammenhängenden Wege auch durch den Kolonialismus und das seit dem 19. Jahrhundert vom Westen geführte ‚Great Game‘ unterbrochen worden. Es entstanden Nationalstaaten mit undurchlässigen Grenzen. Zudem wurden in diesen Regionen wertvolle und begehrte Bodenschätze gefunden. Heute mit dem Wiederbeleben der Neuen Seidenstrasse, der sogenannten One Belt One Road von Seiten Chinas, wird diese Region schrittweise wieder verbunden und vermehrt ins internationale Interesse gerückt.

Entlang der Seidenstrassen gibt es diverse Routen.Beinahe alle führen entlang der traditionellen Wege durch Wüstengebiete, über hohe Gebirge und durchqueren mehrere Länder. Auch wenn sich die Infrastruktur rasant verbessert, bleibt das Reisen über diverse Grenzen und Naturbarrieren ein Abenteuer.
Mit fach- und ortskundiger Organisation und Begleitung ist eine Reise in diese Regionen äusserst spannend und erschliesst neue Welten.

Zentralasien

wird von Orientalisten in West- und Ost-Zentralasien eingeteilt. West-Zentralasien umspannt die Länder Turkmenistan (Hauptstadt Ashgabat), Usbekistan (Hauptstadt Taschkent), Kasachstan (Hauptstadt Astana, früher Almaty), Kirgistan (Hauptstadt Bischkek) und Tadschikistan (Hauptstadt Duschanbe). Manchmal wird auch Afghanistan (Hautstadt Kabul) dazugerechnet.
auch genannt (Ost-) Turkestan oder Chinesisch-Turkestan besteht hauptsächlich aus dem heutigen Westen Chinas. Der grösste Anteil davon hat die Provinz Xinjiang.

Xinjiang, offiziell Uigurisches Autonomes Gebiet Xinjiang genannt. Dies ist ein von Uiguren (einem Turkvolk) und anderen Nationalitäten besiedeltes Autonomes Gebiet von China. Die Hauptstadt ist Urumqi, eine relativ junge Stadt, verglichen mit geschichtsreichen Städten entlang der Seidenstraße wie Kaxgar (Shache), Yarkant, Hotan oder Turfan.
Manchmal wird sogar die Mongolei oder Tibet dazugerechnet.

Iran, Drehscheibe zwischen Ost und West

Iran ist kulturhistorisch eines der bedeutendsten Länder unserer Erde: Der Iran mit seiner mehrere tausend Jahre alten Kultur war seit jeher Schnitt- und Treffpunkt verschiedener Zivilisationen und Kulturen: Von den Feuertempeln der Zarathustra-Anhänger, über Persepolis, die Stadt der Könige im antiken Persien, die klassisch – islamische Epoche bis hin zur Gegenwart. Das achämenidische Reich, gegründet von Kyros II im Jahre 553 v. Chr., war das größte Weltreich in der Antike. Die eindrucksvolle Ruinenstätte Persepolis und Pasargadae sind Zeugnisse aus dieser Zeit. Berühmt sind die persische Poesie und die Rosengärten von Shiraz. Die Stadt Isfahan mit den türkisblauen Moscheen mit Goldkuppeln wie in 1001 Nacht ist überwältigend.

Iran ist ein Land der Gegensätze: verschiedene Völker und Stämme; unterschiedlichste Vegetations- und Klimazonen ; moderne Hochhäuser, Nomadenzelte und Moscheen ; sehr religiöse Gebiete und Menschen, erstaunlich liberale Bewohner in grossen Städten ; etc. Grossartige Landschaften lassen uns staunen: Gebirge mit schneebedeckten Gipfeln, Seen, Salz- und Sandwüsten und die Vielfältigkeit der subtropischen Küstenregionen des Kaspischen Meeres und des Persischen Golfes.
Iran öffnet sich nach jahrelanger Isolierung seit 2015 dem Tourismus. Der ausländische Tourist ist inmitten tausender inländischer Touristen ein umgarnter Exot. Noch ist es möglich in die fremde Kultur völlig einzutauchen.

Wichtiges Land auf der Seidenstrasse zwischen dem Mittelmeer und China. Seit Jahrhunderten findet Austausch von wichtigen Kulturen, Sprachen, Rohstoffen und Produkten statt. Dadurch mischten sich verschiedene Völker. Iran ist bis heute ein Multiethnisches Staatsgebilde.

Iraner unterscheiden sich grundlegend von den Arabern: Rasse, Sprache, Religion, Kultur sind unterschiedlich. Für die Iraner ist diese Unterscheidung wichtig. Nur die arabische Schrift wird heute noch von den Iranern benutzt.

Religiosität in Iran ist sichtbar, auffällig aber selten fanatisch. Iraner sind gastfreundlich, interessiert an Fremden und aufgeschlossen.

Iran ist gross und mächtig: Mit ca. 80 Mio Einwohnern eines der bevölkerungsreichsten und wirtschaftlich stärksten Länder der Region. 1‘648‘000km2, dh. ca. 4,5 mal die Fläche von Deutschland. Die grossen Städte sind heute pulsierende Metropolen: Teheran ist die Hauptstadt mit ca. 13 Mio Einwohnern. Der grösste Teil Irans liegt auf einem Hochplateau von über 1000m. Diese Region nennt man Zentraliran. Das Klima hier ist sehr trocken, der Winter kalt, der Sommer heiss. Hier waren früher die Weidegebiete der Nomaden. Heute sind viele sesshaft geworden.

Sicherheit im Iran:
Bis in die 70er Jahre war der Iran modern und westlich geprägt. Seit der Iranischen Revolution 1979 ist das Land eine Islamische Republik. Mit der Wahl des gemässigten Präsidenten Rohani 2013 und seit der Aufhebung der westlichen Sanktionen ist zunehmend eine leichte Öffnung den westlichen Ländern gegenüber zu spüren. Allgemein kann die Lage im Iran als ruhig und für Touristen als sicher bezeichnet werden. Seit die USA das internationale Atomabkommen mit dem Iran einseitig aufgekündigt haben hat sich die wirtschaftliche Situation im Iran wieder verschlechtert. Zudem hat der weltweite Ausbruch von Corona den Iran regional teilweise heftig getroffen. Trotzdem ist die Sicherheit nach wie vor gewährleistet.

In grösseren Städten und insbesondere während religiösen Feiertagen kann es vermehrt zu Kundgebungen kommen. Ohne fachkundige Beratung und seriöse Abklärungen sollten Menschenansammlungen vermieden werden. Die Mehrheit der jungen Erwachsenen sträubt sich gegen die vielen Verbote der stark religiös geprägten Politik. Illegal und teils mit absurd charmanten Tricks versucht sich diese Generation ein Stück Freiheit zurückzuerobern – speziell in den Städten.
Mit einer fachkundigen Begleitung können Sie wertvolle Blicke «hinter die Kulisse» werfen. Im privaten Bereich werden Sie auf aufgeschlossene und herzliche Gastgeber treffen.
Reisen Sie bei Tag. Von nächtlichen Überlandfahrten wird abgeraten. Zudem wird von Reisen ohne fach- und ortskundige Begleitung ins Grenzgebiet zu Afghanistan, Irak und Pakistan abgeraten.
Für Reisen mit einem Personenauto ist es empfehlenswert, nicht selbst zu fahren, sondern einen Wagen mit Chauffeur zu mieten.

Darauf sollten wir achten:

Iraner legen Wert auf das richtige Auftreten. Wenn Sie sich daran halten, erweist man Ihnen Respekt.

  1. Als Mann sollten Sie Beine und Schultern (Arme bis mindestens zu den Ellbogen) stets bedecken. Frauen sollten in der Öffentlichkeit alle Körperteile ausser Hände und Gesicht bedecken. Frau trägt am besten einen ‘Mantel’, der bis mindestens zum Knie reicht. Darunter sind Hosen angebracht. Das Kopftuch wird – je nach Situation - locker über Haar, Hals und Schultern gelegt.
  2. Tragen sie saubere und intakte Kleidung.
  3. Beim Besuch in privaten Wohnungen wie auch Moscheen muss man die Schuhe ausziehen.
  4. Begegnung und Begrüssung:
    Die unterschiedlichen Geschlechter begrüssen sich verbal. Man gibt sich nicht die Hand (ausser die iranische Seite streckt die Hand aus). Männer begrüssen einander mit Handschlag oder einer Umarmung. (Corona wird wie bei uns diesbezüglich die Sitten verändern)
    Männer sollten Frauen gegenüber zurückhaltend auftreten.
  5. Alkoholkonsum ist streng verboten. Nur privat werden alkoholische Getränke (im Verborgenen) angeboten
  6. Während dem Fastenmonat ziemt es sich nicht in der Oeffentlichkeit zu essen und zu trinken
  7. Im Trauermonat Ashura ist besonders dunkle und konservative Kleidung angebracht
  8. Fotografieren: Uniformierte Personen, militärische Einrichtungen und Fahrzeuge sowie manche öffentliche Gebäude dürfen nicht fotografiert werden. Fotografieren und Filmen von Privatpersonen sollte ebenfalls restriktiv gehandhabt werden. Um Probleme zu vermeiden, lieber einmal zu viel nachfragen, ob ein Foto gemacht werden darf.
  9. Feilschen ist Alltagskultur und gehört insbesondere auf Basaren und bei höherwertigen Produkten dazu. Es gilt als ehrenhaft, durch das Feilschen einen fairen Interessenausgleich zwischen Verkäufer und Käufer herzustellen. Verhandeln Sie jedoch nur, wenn Sie auch eine ehrliche Kaufabsicht haben.
  10. Über Small Talk zu den Hard Facts. Sprechen Sie mit Ihrem Gegenüber zuerst über unproblematische Themen bevor Sie auf das eigentliche Thema zu sprechen kommen. Themen, die man eher vermeiden sollte sind Politik und Religion.
  11. Sich laut die Nase zu putzen gilt als äusserst unhöflich.
  12. Der iranische Alltag besteht aus vielen Höflichkeitsfloskeln und Anstandsregeln. Manchmal wird einem aus Anstand etwas angeboten. Auch Einladungen können aus Höflichkeit ausgesprochen werden. Man sollte zunächst alles höflich ablehnen.

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